Das besondere Geschenk:
Original
"Robbys Leierkasten-Schmieröl"
- frischer "Aufgesetzter" nach Robbys Spezialrezept wird auf Vorbestellung gegen Spende produziert......
"Robbys Leierkasten-Schmieröl" ist ein Ballon-Ansatz von Beerenmischung mit braunem Kandis und Qualitätskorn. Das bedeutet, die Beeren werden mit dem Kandis in einen 25 Liter Glasballon gegeben und mit dem Korn aufgefüllt. Dieser soll dann mindestens 11 Wochen ziehen. Dann wird die Flüssigkeit grob gefiltert und auf Flaschen zu 0,5 bis 1,5 Liter abgefüllt.
Bei einem Ausgabe- Preis von 5 EURO / 0,5Liter kann ich so das jährliche Stimmen und Regulieren der Orgel beim Fachmann finanzieren. Für kleine Reparaturen und den Transport der Orgel benötige ich jedoch noch mehr Spenden...
(Ansatzbeginn ist , sobald die Spenden-Eingänge ausreichen für die Zutaten eines 25 Liter Ansatzes, Auslieferung ab der 12. Woche nach Ansatz)
Bestellungen bitte per eMail an : info@leierkasten-robby.de
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Und nun zu den Geschichten:
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Der Weihnachtsapfel
Das war eines der ersten besonderen Leierkasten-Erlebnisse in der Weihnachtszeit in Hamm:
Ich spielte in der Fußgängerzone im Bereich des Weihnachtsmarktes. Mir gegenüber war ein Stand, der weihnachtliches Obst und Nüsse anbot. Eine Oma mit ihrer Enkelin (ca. 4 Jahre alt) hatte sich eine Weile am Obststand aufgehalten. Während die kleine sich eher für die Orgel und mich interessierte, kaufte die Oma besonders schöne und ebenmäßige Weihnachtsäpfel. Einen davon, der wie poliert glänzte, gab sie der Kleinen gleich in die Hand. Die beiden wandten sich mir zu und lauschten eine Weile der weihnachtlichen Leierkastenmusik. Dann griff die Oma zur Geldbörse und legte der Enkelin mit den Worten: "möchtest Du dem Orgelspieler auch etwas geben?" eine Münze in die noch freie Hand. - Eine Sekunde zögerte die Enkelin und dann legte sie mir nett lächelnd den Apfel auf die Orgel und steckte das Geldstück ein!
Oma war entsetzt!! Ihr Gesichtsausdruck war nur schwer zu beschreiben.
Ich aber lachte laut und empfahl der Dame, sie möge sich für eine kaufmännische oder wirtschaftliche Ausbildung der Enkelin einsetzen, die Grundvoraussetzungen bringe die Kleine ja schon mit. Diese Idee gefiel auch der Oma und sie erklärte, die Kleine habe erst vor einigen Stunden gelernt, das arme Leute, die wenig zu essen haben versuchen, ihren Unterhalt auf der Straße zu verdienen. Sie selbst griff noch einmal zum Geldbeutel und warf eine Münze in mein Körbchen und bat mich, den Apfel zu behalten "Schließlich hat die junge Dame ja so entschieden". Sie lächelte: "Das müssen wir unbedingt Mama und Papa erzählen" und ging mit der Enkelin fröhlich weiter....

Die alte Dame
in einer belebten Einkaufsstraße einer großen Stadt
Den ganzen Tag orgelte ich in der Stadt. Aber eine alte Dame fiel mir an diesem Tage besonders auf. Am Vormittag sah ich sie zum ersten mal. Irgendwie erinnerte sie mich an die alte Schauspielerin Inge Meysel (die konnte es aber nicht gewesen sein). - Hut, Stockschirm, Handtasche, feine Lederhandschuhe zum eleganten dunkelblauen Kostüm. Sie kam mit recht energischem Schritt die Straße entlang, stoppte direkt vor meiner Orgel und legte den Kopf ein wenig zur Seite, so als ob sie an alte Zeiten denke. Dann bekam das Bild für mich plötzlich eine komische Wendung:
Sie klemmte den Stockschirm zwischen die Beine, und begann die Handschuhe Finger für Finger abzustreifen. Dann wechselte sie die Handtasche vom rechten zum linken Arm, öffnete sie, legte die Handschuhe hinein und zog die Geldbörse heraus. In dieser kramte sie ein Weilchen und warf mir dann lächelnd eine Silbermünze in mein Körbchen. Ich zog den Zylinder zum Dank. Zurück mit dem Geldbeutel in die Handtasche, Handschuhe heraus, und Die Handtasche wieder schließen und zurück auf den rechten Arm. Der Stockschirm klemmte die ganze Zeit zwischen ihren Beinen!! Dann zog sie die Handschuhe wieder an und schob Finger für Finger glatt. Sie tippte zum Gruß an ihr Hütchen Zog den Schirm zwischen den Beinen hervor und ging mit festem, sicherem Schritt zielstrebig weiter.
Etwa anderthalb Stunden später kam eben diese alte Dame aus der Richtung, in die sie gegangen war zurück. Immer noch mit dem festen, sicheren Schritt, der eine willensstarke Person kennzeichnet. Wieder blieb sie direkt vor der Orgel stehen und schien von vergangenen Tagen zu träumen.
Keiner mag es glauben, aber das ganze Spiel von vorher widerholte sich:
Stockschirm zwischen die Beine, Handschuhe Finger für Finger ausgezogen, Handtasche von rechten auf den Linken arm, Handschuhe herein, Geldbörse heraus, kramen, Silbermünze ins Körbchen. Ich grüßte wieder mit Zylinderzug und sie machte ihre Geldbörse zu und steckte sie in die Handtasche, Handschuhe heraus und Handtasche wieder vom linken auf en rechten Arm. Der Stockschirm klemmte wieder zwischen den Beinen! die Handschuhe wurden wieder elegant glattgestrichen und zum Gruße tippte sie mit dem Finger an ihr Hütchen, bevor sie den Schirm zwischen den Beinen hervorzog und wieder weitermarschierte.
Zum späten Nachmittag, als ich schon überlegte, wann ich für den heutigen Tag das orgeln beenden sollte kam die alte Dame ein drittes mal an der Orgel vorbei!
Schon von weitem fiel mir ihr zielstrebiger Gang auf. Als sie vor der Orgel stoppte zog ich sofort zum Gruße meinen Zylinder. Sogleich klemmte sie den Stockschirm wieder zwischen die Beine aber ich unterbrach sie: "Sie waren doch heute schon Zwei mal recht großzügig, gnädige Frau..." - "Junge, erzähl was du willst, ich bin ohnehin stocktaub, aber wie Du hier stehst, das sieht echt klasse aus" strahlte sie und wieder landete eine Münze in meinem Körbchen.
Ich brauche wohl nicht noch einmal zu erzählen, das sie auch dieses mal die Handschuhe und die Handtasche wie in schon beschriebenem Vorgang benutzte.
Nachdem sie ihren Stockschirm wieder befreit hatte und noch einmal nett gegrüßt hatte zog sie weiter.
Gern hätte ich mehr über Sie erfahren, aber leider sah ich sie niemals wieder.

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